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Tarifbewegung Entlastung

Forderung nach Entlastung und mehr Personal

Tarifbewegung Entlastung

25.10.2017

Am Donnerstag werden Beschäftigte der Uniklinik Ulm und des RKU ihren Protest gegen den Personalmangel weiter verschärfen und damit die Forderung nach Entlastung und mehr Personal bekräftigen. Sie beteiligen sich an der landesweiten Aktionswoche der ver.di unter dem Motto „Grenzen setzen“ bei der die Betroffenen das Signal an die Arbeitgeber richten, nicht mehr länger bereit sind aus dem Frei einzuspringen. Auch am Klinikum Heidenheim wird der Druck ausgeweitet, so Jonas Schamburek vom ver.di Bezirk Ostwürttemberg-Ulm, denn „die Beschäftigten haben es satt, nur noch als Kostenfaktor wahrgenommen zu werden“.

Am Universitätsklinikum Ulm sind die Beschäftigten aufgerufen (26.10), ab 13.30 Uhr vor dem Haupteingang der Kliniken am Oberen Eselsberg ihren Protest kundzutun und verbindliche Maßnahmen zur Entlastung einzufordern. Neben Vertretern aus der Belegschaft wird auch Joachim Malik, ver.di Fachsekretär für das Gesundheitswesen zu den Beschäftigten sprechen. Auch am RKU arbeiten die Beschäftigten am Limit – hier findet eine Beteiligung an der bundesweiten Fotoaktion „Grenzen setzen“ statt bei der sich Beschäftigte eines Teams mit „ihrem Bild“ solidarisch zeigen mit der Tarifbewegung Entlastung.

Den Auftakt der Aktionswoche im Land machten Beschäftigte des Klinikums Heidenheim bereits am vergangenen Samstag mit einem Infostand auf dem Eugen-Jaekle-Platz. Ihr Protest richtet sich gegen den geplanten Stellenabbau und die Auslagerung der Servicebereiche in eine „Billigtochter“. „Die Beschäftigten sind wütend über die Absicht der Klinikleitung“, gibt Jonas Schamburek die Stimmung weiter. Auch in Heidenheim sei der Personalnotstand spürbar – und trotzdem werden Stellen abgebaut. „Das geht den Beschäftigten nicht in den Kopf!“. Auf der Unterschriftenliste der ver.di-Betriebsgruppe am Klinikum Heidenheim haben bereits über 1.600 Menschen unterschrieben und es kommen täglich mehr dazu!

ver.di fordert verbindliche Personalvorgaben per Gesetz, die für alle Krankenhausbereiche gelten sollen. Die Bundesregierung hat Personaluntergrenzen für sogenannte pflegesensitive Bereiche auf den Weg gebracht. Aus Sicht der Gewerkschaft ist Pflege immer sensitiv, weshalb die noch zu erarbeitenden Vorschriften alle Pflegebereiche abdecken müssen. Die Personalausstattung muss sich am konkreten Pflegebedarf der Patienten orientieren. Zugleich fordert ver.di die Klinikbetreiber auf, Verantwortung für die Gesundheit ihrer Beschäftigten zu übernehmen und für Entlastung zu sorgen.

 

Pflege ver.di Protest Klinikum Heidenheim

Pressekontakt

ver.di Bezirk Ostwürttemberg-Ulm
Maria Winkler, Bezirksgeschäftsführerin
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89073 Ulm
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