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ver.di lädt Politiker zur 12-Stunden-Schicht ein

ver.di lädt Politiker zur 12-Stunden-Schicht ein

28.01.2019

ver.di lädt Politiker zur 12-Stunden-Schicht ein

Die Pläne der Wirtschaftsministerin aus dem Ländle stoßen auf scharfe Kritik bei der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft. Die ver.di Bezirke Ostwürttemberg-Ulm und Oberschwaben wollen den Praxistest machen: sie laden Mitglieder des Landtages zu einer 12-Stunden Schicht in typische Betriebe und Einrichtungen des Dienstleistungsbereichs ein. „Da kommt harte, teilweise Knochenarbeit auf die Damen und Herren zu“, schätzt Maria Winkler, Geschäftsführerin des ver.di Bezirks die angebotenen „Arbeitsplätze“ ein.

Hintergrund der Aktion ist der Vorstoß der Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) die tägliche Arbeitszeit auf 12 Stunden zu erhöhen. Sie will eine Bundesratsinitiative ins Rollen bringen und eine Gesetzänderung durchdrücken. Bislang sieht das Arbeitszeitgesetz eine tägliche Arbeitszeit von acht Stunden vor, die in Ausnahmefällen auf 10 Stunden erhöht werden kann.

Im ver.di Bezirk wurden nun einzelne MdL’s angeschrieben und eingeladen eine 12-Stunden Schicht zu absolvieren, beispielsweise in einer Pflegeeinrichtung, bei der Müllentsorgung oder der Paketzustellung. Je nach Landkreis ist die Liste der „angebotenen Arbeitsplätze“ bis zu sieben Positionen lang. Unsere Betriebs- und Personalräte „waren entsetzt über den politischen Vorstoß des Wirtschaftsministeriums“ berichtet die ver.di Chefin und haben uns großartig unterstützt, eine gute Auswahl an Arbeitsplätzen für Politiker zu ermöglichen.

 

Anlage

Brief an die MdL (Muster)