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Tarifauseinandersetzung Sozial- und Erziehungsberufe - Arbeitskampf …

Tarifauseinandersetzung Sozial- und Erziehungsberufe

Tarifauseinandersetzung Sozial- und Erziehungsberufe - Arbeitskampf wurde ausgeweitet

12.05.2015

Seit Montag wird der am Freitag begonnene Erzwingungsstreik in Aalen und Ulm auch auf die Städte Heidenheim, Giengen und Schwäbisch Gmünd ausgeweitet.. Beschäftigte aus 25 KiTa’s waren aufgerufen die Arbeit ab Montag niederzulegen und sich in die Streikfront einzureihen. Um 10 Uhr fand eine Streik-Kundgebung auf dem Rathausplatz in Heidenheim statt. „Erzieherinnen und Sozialar-beiterinnen tragen den Protest in die Öffentlichkeit“, so Maria Winkler, Geschäftsführerin des ver.di Bezirk Ostwürttemberg-Ulm.
Waren am ersten Streiktag die Städte Aalen und Ulm betroffen, wurden am Streiktag Nummer 2 nun Einrichtungen in Heidenheim, Giengen und Schwäbisch Gmünd einbezogen. Dort rief ver.di Beschäftigte aus 25 kommunalen Kinderbetreuungseinrichtungen zum Streik auf. Mehr als 200 sind dem Aufruf gefolgt. Die meisten Einrichtungen blieben geschlossen. Die Eltern der betroffenen Einrichtungen wurden am Mittwoch informiert und überwiegend „haben wir verständnisvollen Zuspruch erhalten“ fasst Maria Winkler die Reaktion der betroffenen Mütter und Väter zusammen. Die Eltern wissen, dass der Streik sich nicht gegen sie oder gar die Kinder richtet, sondern das einzig verbleibende Mittel darstellt die „längst überfällige Aufwertung der Erziehungsberufe“ durchzusetzen.  In Schwäbisch Gmünd sind nahezu alle KiTa’s geschlossen sein und das bis einschließlich Mittwoch. In Heidenheim und Giengen waren am Montag alle städtischen Kindertagesstätten betroffen. Von einer mehrtägigen Schließung (drei Tage) ist der Betriebskinderkarten Voith und das Kinderhaus Kapellenstraße betroffen.
Alle anderen KiTa’s werden am Dienstag wieder geöffnet sein, allerdings werden bereits am Mittwoch die KiTa’s in Mergelstetten und in der Hölderlinstraße sowie der Kindergarten Hochbergweg erneut in die Streikfront eintreten.

Um 10 Uhr fand am Rathausplatz in Heidenheim eine Streikkundgebung statt, an der sich auch Kolleginnen aus Aalen und Schwäbisch Gmünd beteiligten. Anschießend zogen die Streikenden in einem Demonstrationszug durch die Stadt.
Die städtischen Kindertagesstätten in Aalen, wo Erzieherinnen und Kinderpflegerinnen bereits am Freitag in den Streik getreten sind, bleiben auch am Montag und Dienstag geschlossen.
In Ulm waren am Montag die Beschäftigten aus acht Kindertagesstätten weiterhin im Streik , neu hinzu kommt die KiTa Riedlenstraße. Dann sind die Einrichtungen Lindauerstraße 112, Schillerstraße, M.-Zeiller Weg, Mähringer Weg, J.-Stockar-Weg, Alpenstraße, Eberhardtstraße und die KiTa in Jungingen geschlossen. Alle anderen KiTa’s haben  am Montag wieder im Normalbetrieb öffnen. Letzte Woche wurde zwischen der Stadt Ulm und der Arbeitskampfleitung der ver.di eine Notdienstvereinbarung geschlossen. „Dies ist ein freiwilliges Entgegenkommen“, betont Maria Wink-ler, da die Rechtsprechung in der Kindertagesbetreuung keinen Notfall sieht. Die Vereinbarung sieht vor, dass bei Streikmaßnahmen, die alle städtischen KiTa’s betreffen pro Sozialraum jeweils bis zu 40 Plätze Montag bis Donnerstag für Härtefälle auf Seiten der Eltern vorgehalten werden. Dieses Angebot verstehen wir als „freundliche Geste gegenüber den Eltern, die dem Arbeitskampf für eine Aufwertung der pädagogischen Fachkräfte unterstützen und mittragen“.