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ver.di kündigt zweitägigen Warnstreik am Uniklinikum Ulm an

Tarifkonflikt Uniklinikum

ver.di kündigt zweitägigen Warnstreik am Uniklinikum Ulm an

09.03.2018

Tarifkonflikt Uniklinikum

ver.di kündigt zweitägigen Warnstreik an

Im Tarifkonflikt an den Universitätskliniken kündigt ver.di eine härtere Gangart an. In der kommenden Woche werden am Donnerstag und Freitag Beschäftigte der Universitätsklinik Ulm zu Warnstreiks aufgerufen, kündigt Maria Winkler, Geschäftsführerin des ver.di Bezirks an. In fünf Verhandlungsrunden zwischen dem Arbeitgeberverband Unikliniken Baden-Württemberg und ver.di wurde bislang keine Einigung erzielt über eine deutliche Entlastung des Personals. Ein Spitzengespräch zwischen Vertretern beider Parteien am 9. März 2018 brachte nicht den erhofften Durchbruch. „Die Hoffnung stirbt bekanntlich als Letzte“, bedauert Maria Winkler die Entwicklung, die eine Lösung am Verhandlungstisch bis zum Schluss nicht ausgeschlossen hat.

„Viele Kolleginnen und Kollegen sind am Ende ihrer Kräfte und brauchen endlich Entlastung in ihrem Arbeitsalltag“, so Jonas Schamburek, Gewerkschaftssekretär der ver.di für das Gesundheitswesen in Ulm. Der geforderte Tarifvertrag soll Mindestpersonalbesetzungen regeln, die nicht unterschritten werden dürfen. „Auf vielen Stationen am Ulmer Uniklinikum gehören Notbesetzungen zum traurigen Pflegealltag“, berichtet Jonas Schamburek, jetzt „steht die Pflege auf für verlässliche Vereinbarungen, um die eigene Gesundheit zu schützen und gute Arbeitsbedingungen für eine sichere Patientenversorgung zu schaffen“.

„Mit seiner Personalpolitik am Uniklinikum Ulm sägt der Klinikvorstand selbst am Ast für eine qualitativ hochwertige Patientenversorgung“, kommentiert Maria Winkler die öffentlichen Verlautbarungen des ärztlichen Direktors zur Grippewelle. „Die Personaldecke am Klinikum ist derart auf Kante genäht, dass bereits ein kleiner Husten zum Kollaps führt.“ Es fehle vor allem an ausreichendem Personal und an konkreten Konsequenzen, wenn es zu Überlastungen kommt.

ver.di berücksichtigt bei Arbeitskämpfen in sensiblen Einrichtungen wie Krankenhäusern stets das Patientenwohl, sowohl durch rechtzeitige Ankündigung der Streiks als auch durch eine ausreichende Notbesetzung. Am letzten Warnstreiktag war die von ver.di zur Verfügung gestellte „Notbesetzung“ stärker als an manchen „normalen“ Tagen an der Uniklinik, verweist Maria Winkler auf den 25. Januar 2018.

ver.di fordert die Arbeitgeber auf, ihre Blockadehaltung in den Verhandlungen aufzugeben und sich einem Tarifvertrag für Mindestpersonalbesetzungen und einem verbindlichen Konsequenzen-Management nicht länger zu verweigern. Anderenfalls sind weitere Warnstreiks nicht auszuschließen.

 

Warnstreik-Termine in Ulm

Donnerstag, 15.03.2018
10.00 Uhr Kliniken am Michelsberg (Eingang Kinderklinik)
Aktion: Streikwurm mit anschließendem Demonstrationszug zum Haus der Gewerkschaften am Weinhof 23

Freitag, 16.03.2018
12.30 Uhr Oberer Eselsberg (Haupteingang) – Kundgebung
Kundgebung mit Martin Gross, ver.di Landesbezirksleiter
Baden-Württemberg als Hauptredner

14.00 – 17.00 Uhr Streiklokal
im Haus der Gewerkschaften, Weinhof 23

 

 

Pressekontakt

ver.di Bezirk Ostwürttemberg-Ulm
Maria Winkler, Bezirksgeschäftsführerin
Weinhof 23
89073 Ulm
0731 / 96724-0