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Warnstreik wird ausgeweitet

Tarifrunde öffentlicher Dienst Länder 2019

Warnstreik wird ausgeweitet

18.02.2019
Maria Winkler im Streik ver.di Bezirk Ulm Maria Winkler

Tarifrunde öffentlicher Dienst Länder

Warnstreik wird ausgeweitet

Auch in dieser Woche müssen sich die Bürger im Südwesten auf Warnstreiks einstellen. Mit rund 400 Streikenden aus dem Tarifbereich der Länder in der letzten Woche zeigte sich Maria Winkler, Geschäftsführerin der ver.di Bezirke Oberschwaben und Ostwürttemberg-Ulm sehr zufrieden. „Wir werden in dieser Woche ordentlich nachlegen“ kündigt Maria Winkler weitere Ausstände an, denn „die Beschäftigten der Landesdienststellen haben es satt bei den Einkommen abgehängt zu werden“.

Am Mittwoch sind die Beschäftigten der Autobahnmeisterei Heidenheim-Oggenhausen aufgerufen am Morgen die Arbeit niederzulegen. „Die aktuelle Wetterlage erlaubt einen Warnstreik“, so Maria Winkler und betont, dass die Arbeitnehmer der ABM an 365 Tagen fast rund um die Uhr bei jeder Wetterlage für die Sicherheit der Autofahrer sorgen. „Am Mittwoch werden sie dies für kurze Zeit nicht tun“.

Die Beschäftigten am Zentrum für Psychiatrie in Bad Schussenried werden am Mittwoch ab 7 Uhr für mehrere Stunden in den Warnstreik gerufen. Im Verlauf des Vormittags formiert sich eine „Streikpolonaise“ durch das Gelände und um 11:30 Uhr sind alle aufgerufen an einer Kundgebung vor dem Streiklokal teilzunehmen. Gerade die Landeseinrichtungen im Gesundheitswesen haben große Probleme qualifiziertes Personal zu finden, berichtet Maria Winkler und solange die Entgelte „200 – 300 € im Monat unterhalb der vergleichbaren Berufe in den kommunalen Kliniken liegen, wird sich das Problem noch verschärfen“. Da gerade für die Pflegekräfte die Arbeitgeber der Länder Verbesserungen kategorisch ablehnen, wird sich das Pflegepersonal „ganz vorne in der Streikfront zeigen“, ist sich Maria Winkler sicher.

„Mit weiteren Arbeitsniederlegungen ist auch in der zweiten Wochenhälfte zu rechnen, dann auch wieder in Ulm und weiteren Städten des ver.di Bezirk“, kündigt Maria Winkler an. „Mit den Warnstreiks soll der Druck auf die Arbeitgeber erhöht werden, damit diese in der dritten Verhandlungsrunde Ende Februar ein Angebot auf den Tisch legen.“

Die Einnahmesituation der Länder ist mit 20 Mrd. € Überschuss jährlich (das dritte Jahr in Folge) bestens, stellt Winkler fest und eine Lohnerhöhung ist daher auch finanzierbar.

ver.di fordert in der laufenden Tarifrunde für die Beschäftigten der Länder eine Erhöhung der Entgelte um 6 Prozent, mindestens 200 € monatlich sowie für die Auszubildenden 100 € mehr. ver.di fordert auch strukturelle Verbesserungen bei der Eingruppierung; für Pflegekräfte soll sich dies mit rund 300 € monatlich niederschlagen. In den ver.di Bezirken Oberschwaben und Ostwürttemberg-Ulm arbeiten rund 7.000 Tarifbeschäftigte in Verwaltungen, Krankenhäusern, Hochschulen, Universität und Autobahnmeistereien sowie weitere rund 2.000 Beamte beim Land und den Kommunen. Die öffentlichen Arbeitgeber haben in der zweiten Verhandlungsrunde erneut kein Angebot vorgelegt.

Pressekontakt

ver.di Bezirk Ostwürttemberg-Ulm
Maria Winkler, Bezirksgeschäftsführerin
Weinhof 23
89073 Ulm
0731 / 96724-0