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Sechs Kindergärten blieben zu

Sozial- und Erziehungsdienst

Sechs Kindergärten blieben zu

Schwäbisch Gmünd, 18.03.15 19.03.2015

Am Mittwoch blieben in Schwäbisch Gmünd sechs von elf Einrichtungen geschlossen. Grund hierfür war ein Warnstreik, zu dem ver.di aufgerufen hatte. Dabei geht es um die Aufwertung der Sozial- und Erziehungsberufe. "Die gesellschaftliche Bedeutung der Sozial- und Erziehungsberufe wird allgemein betont, aber in der finanziellen Bewertung – sprich: Bezahlung – der Beschäftigten schlägt sich das nicht nieder." so Robert Wieser, Gewerkschaftssekretär. "Erzieherinnen und Erzieher sind längst nicht mehr nur für die bloße Betreuung der Kinder zuständig. Tatsächlich sind sie pädagogische Fachkräfte, die mit vielfältigen Erziehungs- und Bildungsaufgaben Kinder „schulreif“ machen." Diese verantwortungsvolle Aufgabe im Interesse nicht nur der Eltern, sondern der gesamten Gesellschaft müsse auch Anerkennung in einer angemessenen Vergütung finden, so Wieser weiter.

Viele Eltern standen den Erzieherinnen in der Sache und bei der Aktion zur Seite. Für die Forderungen haben sie vollstes Verständnis, auch wenn jeder Betreuungsausfall für sie zum organisatorischen Drahtseilakt wird.


Am Montag, 23.03.15 werden die Verhandlungen fortgesetzt. Sollte der kommunale Arbeitgeberverband dann nicht auf ver.di zugehen, werden sie weitere Streiks zu verantworten haben.