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Busfahrer der Firma Abt im Streik

Tarif

Busfahrer der Firma Abt im Streik

08.07.2014

Mit massiven Einschränkungen im Nahverkehr im Raum Schwäbisch Gmünd muste heute gerechnet werden. Die Fahrer der Verkehrsgesellschaft Stadtbus Schwäbisch Gmünd (Abt) wurden – gemeinsam mit anderen Omnibusbetrieben in Baden-Württemberg mit Beginn der Frühschicht von der Gewerkschaft ver.di zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen. Davon betroffen waren der gesamte Stadtverkehr in Schwäbisch Gmünd sowie die Verbindungen in die Teilorte.

Nachdem die Arbeitgeber auf einen letzten Einigungsversuch von ver.di Anfang Juni in der Tarifrunde über Entgelt im privaten Omnibusgewerbe in Baden-Württemberg ablehnend reagiert hatten, musste die ver.di Tarifkommission am 30. Juni die Konsequenzen ziehen: einstimmig votierten die Mitglieder dafür, das Scheitern der Verhandlungen zu erklären.
„Hintergrund der Arbeitsniederlegung ist die Verweigerungshaltung der Arbeitgeber“ so Maria Winkler, Geschäftsführerin des ver.di Bezirks Ostwürttemberg-Ulm. Am 21. Mai 2014 fand die zweite und bisher letzte Tarif-verhandlungsrunde zum gekündigten Lohntarifvertrag zwischen dem Ar-beitgeberverband und ver.di statt. Die Arbeitgeber hatten dort zum zweiten Mal ein Verhandlungsangebot für die diesjährige Lohnrunde verweigert.
Nachdem die Arbeitgeber der Aufforderung von ver.di bis zum 30. Juni ein Tarifangebot vorzulegen nicht gefolgt sind, „muss die Auseinandersetzung jetzt mit anderen Mitteln geführt werden“, bedauert Maria Winkler und meint damit den Arbeitskampf. Zu dieser Verschärfung habe auch beigetragen, dass die Arbeitgeber ein mögliches Lohnangebot von weitreichenden Verschlechterungen im Manteltarifvertrag abhängig machen. So fordern die Arbeitgeber eine Verlängerung der regelmäßigen Arbeitszeit, Kür-zung von Zuschlägen, Niedrigsteingruppierung auf dem Niveau des Mindestlohns für Neueingestellte, eine Verschlechterung der Entgeltfortzah-lung und Abschläge für Krankheitszeiten.

ver.di fordert für die über 5.000 Beschäftigten in den gut 400 privaten Omnibusbetrieben in Baden-Württemberg eine Gehaltserhöhung von einem Euro auf die Stunde sowie eine monatliche Nahverkehrszulage von 70 €.
Im ver.di Bezirk Ostwürttemberg-Ulm seien die Beschäftigten des privaten Omnibusgewerbes nicht bereit die eigene Lohnerhöhung selbst zu bezahlen. „Die ArbeitnehmerInnen sind bereit für die Verbesserung ihrer Arbeits-bedingungen zu kämpfen“ so Maria Winkler. Ob es zu weiteren Arbeitsniederlegungen kommt, wird von einem fairen Angebot der Arbeitgeberseite abhängen. Nachdem die Heidenheimer Verkehrsgesellschaft gegenüber ver.di die Erklärung abgegeben hat, auf Streikbrucharbeiten zu verzichten und keine Beschäftigten unter Druck zu setzen, wird ver.di im Gegenzug den Warnstreik rechtzeitig ankündigen, damit sich die Fahrgäste entsprechend auf den Ausfall einstellen können. „Wir wollen die Geduld der Fahrgäste nicht unnötig strapazieren“ so Maria Winkler und bittet die Bevölkerung um Verständnis für die Einschränkungen.

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ver.di Bezirk Ostwürttemberg-Ulm
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